"Wer danken gelernt hat,
"Kein Pilz ist klein genug,
der ist gesund geworden."
(Friedrich von Bodelschwingh)
um nicht auch Glückspilz
zu sein."
Werden wir gefragt, was für uns mit das Wichtigste im Leben ist, dann lautet eine der meist gegebenen Antworten "Glücklich sein". Doch, was genau ist Glück? Was kann ich selbst tun, um glücklich zu sein? Dies sind grundlegende Fragen, mit denen sich die Positive Psychologie seit einigen Jahren beschäftigt - die positive Psychologie mit ihrer "Glücksforschung". Anfänglich noch als Kuschelthema abgetan, wird sie heute mehr und mehr von Experten wissenschaftlich untermauert und nimmt auch in unserem eigenen (Er)Leben immer mehr Platz und Wichtigkeit ein.
Um Glücksmomente wahrzunehmen, intensiv zu erleben und sogar selbst herbeizuführen, bedarf es oftmals nicht viel. Doch die Fähigkeit zum Glückserleben - nennen wir es einmal so - die wir in uns tragen, ist scheinbar in Vergessenheit geraten oder einfach verschüttet worden mit der Zeit.
Es ist wie mit allen Dingen im Leben, was wir nicht gebrauchen, verkümmert. Alles will benutzt und trainiert werden, auch die Fähigkeit zum Glück.
"Ach, jetzt soll ich auch noch Glück trainieren, dafür fehlt mir aber nun wirklich die Zeit. Ich schaffe gerade mal mein Fitnesstraining 1 x die Woche."
Der Alltag, bei den meisten von uns hektisch, schnell und energieaufreibend, lässt uns über solche Luxusthemen wie "Glück" nicht weiter nachdenken. Doch ist es wirklich Luxus? Könnte es nicht genau die "Kür" sein, die uns die "Pflicht" des Lebens einfacher managen lässt. Ein bisschen Zeit in dieses Training investiert, und alles andere läuft besser, schneller, so dass am Ende mehr für uns übrig bleibt? Mehr vom guten Lebensgefühl?
Jeder Mensch ist anders, jeder braucht etwas anderes, um sein persönliches Glück zu aktivieren und zu empfinden. Von daher gibt es auch verschiedene Glücksaktivitäten.
Für Sonja Lyubomirsky, Professorin für Psychologie an der University of California, ist die Glücksforschung seit Beginn ihrer Uni-Laufbahn das spannendste Thema überhaupt. Sie stellt in ihrem Buch "Glücklich sein" Aktivitäten vor, deren Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen sind.
Sie erklärt anhand von Forschungsergebnisse, warum diese Strategien funktionieren und wie sie für den einzelnen am besten umsetzbar sind.
Eine von diesen Aktivitäten möchte ich hier besonders hervorheben, und das ist die DANKBARKEIT. Kennen wir doch alle den Spruch von unseren Eltern oder Großeltern: "Sei dankbar für das, was Du hast."
Was seit Generationen die Menschen intuitiv schon wussten und weitergaben, ist mittlerweile Gegenstand der Forschung und wissenschaftlich bewiesen.
Bemerkenswert ist, dass dankbare Menschen das Leben viel glücklicher und intensiver erleben.
Und es fällt auf, dass dankbare Menschen oftmals gesünder und erfüllter sind.
Dankbarkeit sei DER Weg zum Glück. Und damit ist mehr gemeint, als nur das kleine "Dankeschön" am Rande. So sentimental es vielleicht auch klingen mag, aber die Forschung legt dar, dass wir tatsächlich glücklicher werden, wenn wir unsere Fähigkeit zur Dankbarkeit weiterentwickeln.
Und dafür legt Sonja Lyubomirsky acht Gründe dar:
Dankbarkeit lässt sich täglich in den Alltag integrieren und bedarf nicht viel an Engagement. Ist sie einmal zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden, fällt sie zeitlich nicht mehr so ins Gewicht. Möglichkeiten, sie zu praktizieren, gibt es viele. Sei es das Dankbarkeits-Tagebuch, in dem ich in bestimmten Zeitabständen alles notiere, wofür ich dankbar bin. Das können Situationen, Menschen oder Gegebenheiten etc. sein. Oder ich schreibe Briefe und -mitteilungen an Menschen, die für mich etwas getan oder mir etwas wichtiges gesagt haben, für das ich dankbar bin. Dankbarkeit auszudrücken, vermag dem Mitteilenden wie auch dem Empfänger viel zu geben. Es bedingt sich wechselseitig, ja potenziert sich oftmals in seiner positiven Kraft.
Wichtig bei all den Aktivitäten ist, dass man für sich die richtigen heraussucht. Abwechslung sollte dabei genauso wenig fehlen wie der Spaß, den sie mir bereiten. Denn sonst verfällt das Dankbarkeitsritual - ist es ohne Gefühl gefüllt - schnell zur Routine und wird eher zu einer neuen Pflicht. Und mein Glückserleben, wofür es ursprünglich gedacht war, stellt sich nicht mehr ein.
Auch, wenn es sich für uns noch sehr neu anfühlt und eher rührselig klingt, denn effektiv, probieren wir es trotzdem einfach mal aus. Wir werden erstaunt sein, was sich in unserem Leben alles verändern kann. Sind wir mutig, und bringen unsere Dankbarkeit einfach mal ganz spontan und direkt zum Ausdruck. Sind wir einmal Botschafter des Glücks und verströmen Dankbarkeit. Und versprochen - sie kommt als Glücksgefühl zurück.
Dankbarkeit kann jeder für sich wieder wahrnehmen, zulassen und in seinem Leben einsetzen. Somit kann auch jeder etwas für sein eigenes Glück tun. Und das ist doch ein gutes Gefühl - zu wissen, ich kann selbst etwas für mich tun - ich kann mein Leben selbst mitgestalten. Diese Kompetenz - diese emotionale Kompetenz - trägt wesentlich zu unserer Gesundheit und zur Gesundheitsförderung eines jeden von uns bei.
Auf was warten wir noch - fangen wir an!!!