Die Heilkunde der Zukunft wird ein gegenseitiges Bereichern sein, ein Zusammenfließen urältester Heilweisen mit dem Besten der modernen Medizin.
Eine Kunst, in der Magie und Medikament, liebevolle Berührung und Skalpell, heilende Gedankenarbeit, Gebet und Meditation nach Jahrhunderten der Trennung wieder zu einer Ganzheit verschmelzen,
die auch den Menschen wieder als Ganzes sieht.
haben uns mit Patienten, Ärzten und Pflegekräften zusammengebracht. In den Gesprächen, die wir zusammen geführt haben, ist uns klar geworden, dass Krankenhaus und Gesundwerden aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet werden kann.
Wir haben miteinander gesprochen, hingeschaut, hingehört und nachgedacht. Im Ergebnis möchten wir hier unsere Vorstellungen darlegen, welche Möglichkeiten wir sehen, Gesundheit und Genesung, jenseits von Kostendruck und Medikamentenverabreichung wieder mit neuem Inhalt zu bereichern.
Ja, ein Mensch, der an Leib und Leben erkrankt ist, möchte wieder gesund werden. Und ja, ein Mensch, der vorübergehend, auf sich zurückgeworfen ist, möchte wieder am Leben teilnehmen.
Es gilt auch - und das haben die Gespräche mit den Patienten und Angehörigen, Ärzten und Pflegekräften gezeigt - dass ein großer Wunsch besteht -
übergreifend, und über alle Gruppen hinweg - als Mensch gesehen und mit seinen Nöten, Hoffnungen und Wünschen, wahrgenommen zu werden sowie Nähe und Zuneigung zu erfahren, vor allem im Gespräch.
Wir sollten uns langsam aber sicher nicht mehr mit dem ob beschäftigen, sondern damit, wie es uns gelingen kann, in den Krankenhausalltag wieder ein wenig mehr Liebe hinein zu tragen.
Es stimmt, dass alleine das Beobachten der Dinge und Geschehnisse schon manches Mal dafür sorgen kann, dass die Lösung auf den Plan tritt. Dann sollten wir ihr aber auch mit Offenheit und Vorurteilsfreiheit begegnen und weniger mit Zweifel und Skepsis. Unser Eindruck ist, dass innerhalb der Ärzteschaft allmählich ein neuer Standpunkt ins Blickfeld rückt, der sich durch eine ganzheitliche oder holistische Vorgehensweise auszeichnet.
Es stimmt aber auch, dass sich anscheinend die wenigsten trauen, zuerst den Kopf aus der Menge hervorzuheben. Wir kennen das doch alle: Es ist wie mit den Champignons. Wer zuerst den Kopf aus dem Boden steckt, wird abgeschnitten. Ein Hervortreten heißt deshalb auch immer, sich ungeschützt in die erste Reihe zu stellen, sich damit berechtigter - oder, was häufiger vorkommt - sich unberechtigter Kritik zu stellen. Daher treten wir hier an dieser Stelle gänzlich unbefangen für eine neue Form des menschlichen Miteinanders im Krankenhaus ein.
Die holistische Medizin, wie wir sie nachfolgend vertreten und verstanden wissen wollen, betont die psychosozialen Aspekte des Heilungsprozesses und legt den Schwerpunkt auf die Erhaltung der Gesundheit durch gesundheitsfördernde Maßnahmen im Vorfeld - und nicht auf die Behandlung von Krankheiten.
Unser Konzept der «wortgeführten Ausstellungen» stellt eine solche gesundheitsfördernde Maßnahme dar und bietet eine hervorragende Basis für weitere Schritte, die hierauf aufbauend den Boden für eine «gesundheitsfördernde Lebenswelt Krankenhaus» bereiten kann ... weiter»»