Im Folgenden greife ich auf Ausführungen zurück, die von Dr. Stylianos Attheslis (Daskalos) zum Thema "Die Arbeit mit Ele- mentalen" kundge- geben wurden und auf der Webseite "Licht- pforte" dargestellt sind. Meine Gedanken zum Thema Gewalt und Computerspiele sind darin allerdings schon eingearbeitet.
Bei 14.000 spielsüchtigen Neuntkläss- lern und mehr als 23.000 süchtigen Jugendlichen in Deutschland werden Erfurt und Winnenden keine Einzelfälle bleiben. Die hohe Zahl der Trittbrettfahrenden Jugendlichen zeigt, dass etwas in unseren Kindern kaputtgegangen ist. Daher möchte ich hier das Thema Killerspiele von einer anderen Seite beleuchten. Wie auch zu den anderen Themen, die Gewalt gegenüber Menschen beinhalten - gibt es hier einen zu einseitig gefassten Lösungsansatz. Es reicht nicht, die Ausübung von Gewalt oder "Killer- oder gewaltverherrlichende Spiele" zu verbieten, oder deren Verkauf unter Strafe zu stellen.
Auch, wenn wir uns immer wieder fassungslos bemühen, eine solche Tat in unser Leben einzuordnen.
Dieser Ansatz muss zu kurz greifen, da hinter diesen Exzessen, Auswüchsen und Abläufen etwas Größeres und Mächtigeres steht. Größer und mächtiger in dem Sinne, dass wir nicht begreifen, dass wir letztlich von etwas, für uns nicht fassbarem, gesteuert werden - und dass wir es auch noch selbst sein sollen, die dieses hervorrufen oder herbeigerufen haben.
Ebenso verhält es sich mit allen Formen von Persönlichkeitsegoismus - Gier und Neid, Selbstsüchtigkeit und Eigennutz, die sich ganz aktuell im Thema der Finanzkrise zeigen.
Wir wollen daher zunächst einen Blick auf die zugrunde liegenden Gesetzmäßigkeiten werfen. Dabei ist mir durchaus bewusst, dass es für viele von uns, die sich jetzt zum ersten Mal mit diesem Thema beschäftigen, eine gewisse Befremdlichkeit hervorruft.
Aber wenn wir ehrlich sind, wissen wir auch nicht genau was Strom ist. Wir benutzen ihn und beherrschen ihn. Aber wir wissen nicht was es eigentlich genau ist. Strom - Energie - wir können Strom nicht sehen.
Gut wäre es daher, dass nun beschriebene als Arbeitshypothese zu sehen. Aber, um es an dieser Stelle deutlich zu sagen - wenn wir es einmal gelesen haben - erschwert dies unser gewohnheitsmäßiges Darüberhinwegsehen.
Daskalos beschreibt den Vorgang in etwa so: Wer intensiv etwas denkt oder sich intensiv mit etwas beschäftigt und sich davon eine bildhafte Vorstellung schafft, erzeugt ein Gedankenwesen. Die zeitlich ausgedehnte Konzentration darauf gibt zusätzlich Energie hinein. Und je öfter und intensiver diese Vorstellung genährt wird, umso größer, stärker und mächtiger wird es.
Man kann sich das wie eine Seifenblase oder einen Luftballon vorstellen, der unsere Vorstellung enthält. Sie verlässt uns gewissermaßen, wenn der Gedanke losgelassen wird, und kehrt immer wieder zurück, um weiter genährt zu werden. Und schon drängt sich wieder die Vorstellung auf, die man selbst geschaffen hat, und fordert Tribut in Form von Aufmerksamkeit - letztlich im stunden-, tage- und wochenlangen Sitzungen vor dem Spielecomputer.
So entstehen Gewohnheiten, Süchte, Abhängigkeiten, Zwänge und Ängste, aber auch Tatgedanken und Allmachtsphantasien, Wahnvorstellungen.
Es beginnt mit einem kleinen Gedanken, dem man die Tür öffnet, den man wälzt, nährt und füttert. So kann er groß und stark werden und den Betreffenden schließlich lenken, anstatt von ihm gelenkt zu werden. Die Rollen von Herrn und Knecht können sich im Falle von Süchten und Gewohnheiten also umkehren. Ähnlich dem Gedicht vom Zauberlehrling von Johann Wolfgang v. Goethe
... die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los.
Wie kann es nun zu so einem Amoklauf kommen? Dazu kommt es, weil wir die Übersubstanz Geist, rein und gestaltlos, dazu verwendet haben, sie den meist mehr oder weniger unbedeutenden, manchmal sogar überaus schlechten Begierden zuzuführen, sowie egoistischen Gefühlsregungen. Auf diese Weise erschaffen wir die an Zeit und Ort gebundenen Elementale, wie sie im folgenden dargestellt sind und geben dem Leben, was wir Persönlichkeitsegoismus nennen. Dieser Persönlichkeitsegoismus nimmt dann unser Leben aus unserer in seine Hand, um wiederum neue Elementale seiner Art zu erschaffen.
Gedanken und Gefühle haben Kraft und wirken sich aus. Je stärker wir an die Wahrheit unserer Überzeugungen und Fantasien glauben, um so stärker ist der Schmerz und die Auswirkungen auf den Körper. Da der Mensch von der falschen Annahme ausgeht, getrennt und einzeln zu sein, und glaubt, zu Gott oder anderen Menschen erst in "Beziehung" treten zu müssen, reagiert er mit Sehnsüchten und Unzufriedenheiten auf seine scheinbare Einsamkeit und Unausgefülltheit. Aus ihnen resultieren wiederum Schmerz erzeugende Handlungen.
Diese erfolgen nicht nur mir selbst gegenüber, sondern vor allem im Falle von Amokläufen oder Gewaltbereitschaft - Übergriffe in U-Bahnen, Hooligans etc. auch anderen gegenüber. Solange man in der Vorstellung dieser Getrenntheit gefangen ist, sollte man genau beobachten, welche Gedanken und Gefühle man hat und nährt, und somit als Keime von Geschehnissen - und meistens Leiden - in die Welt setzt.
Daher ist nicht gleichgültig, was und wie ein Mensch denkt und fühlt, und womit er sich beschäftigt.
Dies ist vor allem ein interessanter Ansatzpunkt, da Computerspiele im Regelfall ein stundenlanges Beschäftigen mit sich bringen - entweder in der Abgeschiedenheit eines Zimmers oder im Miteinanderveranstalten von sogenannten "War-Games" Zusammenkünften.
Aus der folgenden Betrachtung heraus ist das Alter der "Computer"Spieler kein entscheidendes Merkmal. Das eigentliche Problem ist, dass der einzelne Spieler sein Tun nicht reflektiert, da er nicht über das hier geschilderte Wissen verfügt.
Natürlich denkt jeder Mensch, der das hört, die Lösung sei, gegen seine Gedankenwesen anzukämpfen, denn man will sie ja oftmals gerne los werden. Doch in Wirklichkeit stärkt das Kämpfen die Gedankenwesen, denn so bekommen sie zwar negative, aber dennoch reichlich Aufmerksamkeit und Zuwendung, ohne wirklich in ihrer Ursache hinterfragt zu werden.
Es ist ja so, dass Gedanken keine Wirklichkeit haben. Sie tauchen in unserem Bewusstsein auf und verschwinden wieder. Es sind Bilder, Worte, Vorstellungen - sie alle lösen Gefühle aus und steuern damit unser Verhalten. Und nicht nur das: sie erzeugen in uns alles Leiden!
Daskalos nennt sie "Elementale", Eckhart Tolle nennt es vereinfacht im Ganzen den "Schmerzkörper", andere spirituelle Lehrer nennen es "Programme" - im Grunde ist immer das Gleiche gemeint: Gedanken- und Gefühlsmuster, die uns durchziehen, und die uns auch bedrängen und unglücklich machen. Diese Programme, Muster, Elementale sind individuell verschieden in ihrer Zusammensetzung und Stärke. Jeder trägt sein Päckchen davon mit herum. Und unser Ziel müsste es eigentlich sein von ihnen freier oder gar ganz frei zu werden. Daher ist es von enormer Wichtigkeit über ihre Entstehung bescheid zu wissen.
Gedanken und Gefühle machen die Persönlichkeit jedes Menschen aus und beeinflussen sein Leben und Schicksal und das der anderen, bis hin zur Todesfolge. Materielle Wünsche, ausgeprägte Neigungen und Begabungen, Zwangshandlungen und Süchte, Unfähigkeiten und Ängste - die gesamte Psyche, der Denk- und Gefühlsapparat, wird geprägt von Meinungen, Urteilen, Sehnsüchten und Wünschen, und vor allem: Glaubenssätzen.
Und damit können sie auch unseren Körper krank machen und unsere Gesinnung zum Negativen hin beeinflussen. Und es ist davon auszugehen, dass in diesem Sinne Amokläufer und Triebtäter tatsächlich an ihrer Seele erkrankt sind - im übertragenden Sinne hieße das aber, dass wir alle auf unterschiedliche Weise und in unterschiedlicher Ausprägung eine solche Erkrankung in uns tragen.
Diese Form von Erkrankung als Gesamtheit unserer Elementale kann durchaus für den einzelnen eine persönliche Hölle darstellen.
Die scheinbare Macht der Gedankenwesen ist umso schmerzhafter spürbar, je größer die Identifikation mit dem scheinbaren Ego ist. Mit anderen Worten - wir selbst leiden unter unseren Süchten, Sehnsüchten und Gewohnheiten, können wir dies den anderen oftmals doch nicht vermitteln und mitteilen. Wir sind wie der Zauberlehrling erst einmal dazu verdammt, es innerlich auszuhalten.
Gleichzeitig spüren wir das drangvolle Drängen und sind durchaus auch mancher unheilsvoller Gedanken in uns bewusst. Dies allerdings anderen mitzuteilen, käme einer Offenbarung gleich, die wahrscheinlich auf großes Unverständnis im anderen treffen würde. So trägt jeder von uns seine eigenen kleinen oder großen Süchte und Triebe in sich. Ob er nun zur Schule, zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Eis essen geht oder in den Urlaub fährt. Sie liegen in uns und sind nicht für andere offenbar.
Sind wir diesen Programmen schutzlos ausgeliefert?
Verstehen wir eigentlich, wie unser materielles, egoistisches und persönliches Selbst erzeugt wird? Was zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich? Was lässt in uns die Begierde aufkeimen, etwas zu wissen und zu erreichen oder zu besitzen oder etwas zu tun?
Was immer uns dazu bringt, einen Gedanken an eine Sache zu verfolgen, erzeugt eine substantielle Form - das Elemental eben. Jetzt ist Geist-Substanz lebendig. Folglich ist alles, was aus Geist-Substanz gebildet wurde, ebenfalls lebendig.
Jedes Elemental lebt und besitzt sein eigenes Leben, unabhängig von unserem menschlichen Leben.
Wie werden diese Elementale jetzt geformt? Zuerst einmal, um zu existieren, müssen sie eine Form besitzen. Auch, wenn wir etwas sehen, wird ein Elemental erzeugt. Wir erschaffen aber nicht seine Form. Doch seine Natur gibt ihm eine Form. Es treten Gestalten auf, ähnlich Schlangen oder anderen Tieren. Doch es gibt auch Elementale ohne eine richtige Gestalt - jedenfalls haben sie alle ihre unverwechselbare, ihnen eigene Form.
Durch den Wunsch, etwas zu besitzen, das wir vielleicht einmal irgendwo gesehen haben, geben wir ihm auch eine Form. Die Form eines Juwels, die Form irgendeines wertvollen Gegenstandes oder von irgendetwas anderem, was wir zu besitzen wünschen - auch von Waffen oder von der Ausübung von Gewalt gegenüber Schwächeren.
Wie können wir nun diese Elementale - oder auch Gedankenformen - nun einordnen? In viele, viele Kategorien, entsprechend ihrer Reinheit und ihrer Natur.
Es soll hier noch einmal wiederholt werden: Jeder Gedanke, jede Gefühlsregung, alles, was unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht, erschafft ein Elemental. Ein solches Elemental ist zu Beginn nicht größer als ein Stecknadelkopf. Und es gibt Methoden, sie sichtbar erscheinen zu lassen. Das, was wir als gewöhnliche Elementale bezeichnen, wird vom Gehirn, oder besser gesagt vom ätherischen Doppel unseres materiellen Gehirns, erzeugt. Wenn sie dort erzeugt werden, dann gehen sie von dort aus, um später zurückzukehren. Wenn sie dann zurückkommen, dann treten sie durch die sieben Energiezentren in uns ein, jetzt als sieben Elementale. Wenn sie sich dann in dem Teil unserer Persönlichkeit wieder treffen, den wir Unterbewusstsein nennen, dann vereinigen sie sich wieder.
Joshua Emanuel beschreibt diese Elementale: "Wenn der böse Geist den Menschen verlässt, dann geht er in wasserlose Gegenden, und wenn er zurückkehrt zu seiner Quelle, dann bringt er sieben, sogar noch gerissenere Geister-Elementale als er selbst, mit sich."
Nun ist es so, dass die Natur dieser Elementale sie in ihre eigene Klasse einordnet. Wir wollen hier nicht das Wort "böse" verwenden, aber wir können sie "negativ" nennen oder "schlecht", "weniger schlecht", "neutral", "gut", "besser" und "noch besser" - entsprechend ihrer Natur und entsprechend der Wirkung, die sie hervorbringen.
Ein Elemental wird sich niemals auflösen, bevor es seine Bestimmung, für die es erschaffen wurde, gefunden hat. Das Elemental glaubt, uns einen Dienst zu erweisen. Doch in Wirklichkeit versklavt es uns, wird unser Beherrscher und quält uns - das ist durchaus wörtlich zu verstehen und weist somit auch auf die innere Not hin.
Jetzt müssen wir uns noch vor Augen führen, wie sich diese Elementale verhalten. Es gibt zwei wesentliche Punkte. Zum ersten ergreifen sie Besitz vom Unterbewusstsein unserer Persönlichkeit, zum zweiten projizieren sie sich selbst nach außen, um den gewünschten Effekt zu bewirken, zu dessen Zweck sie erzeugt wurden.
Und wenn wir die Dinge in unserem Leben untersuchen, dann werden wir herausfinden, dass die meisten unserer Begierden sich erfüllt haben, früher oder später. Das wiederum hängt von der Kraft und Energie ab, mit der wir die Elementale laden. Wenn eine Begierde erfüllt wurde, dann wird dieses Elemental seine Energie abgeben, sich entladen. Doch da es begierig ist, sein Leben zu verlängern, erschafft es ständig neue Begierden, die ihm entsprechen, sofern wir unter seinem Einfluss stehen, und das zulassen.
Im Falle eines Amoklaufs oder triebhaften Handeln und Sexualdelikten ist dieses Besitzergreifen vom Unterbewusstsein der Täterpersönlichkeit dermaßen stark ausgeprägt, dass sich die Projektion nach außen in den erlebten Tathergängen niederschlägt, und für viele unbegreifbar ist - dennoch beruht sie auf diesen Gesetzmäßigkeiten.
Kehren wir zu den Elementalen zurück. Ausgesendete Elementale kommen - wie oben erwähnt - früher oder später zurück, um sich in dem Teil unseres Unterbewusstseins einzunisten, den wir unserer Persönlichkeit zuordnen können. Aber schon im Moment ihrer Erzeugung, sowie während der ganzen Periode ihres Lebens und Einflusses, prägen sie wiederum alles der Geist-Übersubstanz unserer Erde ein, und unserer Persönlichkeit, unserem Unterbewusstsein und damit dem kollektiven Bewusstsein.
Deswegen ist es so schwer, unsere Kinder vor den Killerspielen, und der damit verbundenen Gewalt, zu schützen, solange wir selbst gewalttätig sind - und wir sind dies auf sehr subtile egoistische Art.
Solange wir Gewalt und Kriege politisch als Ausdrucks- und Gestaltungsmittel einsetzen, solange Armeen aufrechtgehalten werden und immense Summen in die Waffenproduktion fließen, und solange die Unterdrückung von Völkern geduldet wird, wie es aktuell in Tibet passiert - aus welchen offenen oder versteckten Anlässen dies auch immer passiert - werden kollektiv-unbewusst agierende Gewaltelementale weiter genährt werden. Und dieses Unterstützen von globaler, kollektiver Gewalt wird immer auch unsere persönlichen gewaltbezogenen Elementale verstärken. Darüber dürfen wir uns keiner Illusion hingeben.
Betrachten wir unseren Egoismus einmal auf nüchterne Art und Weise - welche Schwierigkeiten hat er uns bis jetzt nicht schon bereitet? Feindschaft, Hass, Tränen, Schmerzen und Klagen, Scheidungen, Trennungen von denen, die wir vorher als unsere Geliebten bezeichnet haben, und die wir dann scheinbar hassen, während wir sie aber immer noch lieben.
All diese Umstände müssen wir ernsthaft überdenken. Und was, glauben wir, werden wir herausfinden? Wir werden erkennen, dass der Persönlichkeitsegoismus, von dem wir irrtümlicherweise geglaubt haben, er wäre wir, nicht mehr als ein dämonisches Elemental ist, oder genauer gesagt, nicht mehr als die Summe unserer Elementale, die wir dann Dämon nennen. Dieser Dämon verbirgt sich hinter der Maske des "Ich", unserem Selbst, und sagt: "Aber ich habe recht!"
Aber negative -"böse"- Elementale, die ein Mensch selbst als seinen Egoismus und seine Persönlichkeit erschaffen hat, können die Schwingungsfelder "äußerer" Dämonen - äußerer Elementalfelder oder Schwingungsmuster aufnehmen.
Aus diesem Grund sind die Menschen selbst für ihren Zustand verantwortlich.
Diese Elementale also, sowie ihre Gesamtheit als Egoismus an sich, erschaffen in der Persönlichkeit das, was wir als Gewohnheit bezeichnen. Diese ruft eine Schwäche hervor, eine Leidenschaft oder einen der vielen, vielen anderen, wenn man so sagen kann, wenig erstrebenswerten Zustände, wie die Gewohnheit zu trinken, die Gewohnheit zu spielen, die Gewohnheit zu lügen, zu hassen, zu streiten - und es gibt noch viele, viele andere, "schlechte" Gewohnheiten. Eine Gewohnheit aber ist die Gesamtheit aller Elementale einer gewissen Kategorie, die miteinander in Beziehung stehen - manchmal eine ganze Legion.
Was aber ist nun unsere Pflicht, um unsere Kinder zu schützen? Wir müsssen uns mit unserem Unterbewusstsein vertraut machen, um es einmal auf diese Weise auszusprechen, und zwar durch Beobachtung und durch Gebrauch des Geistes. Es gibt keine Entschuldigung, dieses nicht zu tun.
Es gibt daher keine Ausrede, diesen Geist jetzt richtig zu verwenden, statt ihn den kleinmütigen Begierden und Emotionen zu unterjochen. Durch Innenschau und rechtes Denken müssen wir die schlechten Elementale in unserem Unterbewusstsein oder in unserer derzeitigen Persönlichkeit, was dasselbe ist, kennen lernen und ihnen die Energie entziehen. Wie? - Indem wir sie bekämpfen? Oder Killerspiele verbieten? - Nein. Wenn wir sie bekämpfen, dann schenken wir ihnen Aufmerksamkeit und damit Kraft. Auch, wenn es vielleicht eine zeitlang so scheint, als wären wir mit dem Kämpfen erfolgreich gewesen, werden wir schließlich besiegt werden.
Studieren wir also auch unsere Umgebung und Mitmenschen.
Viele haben herausgefunden, dass Rauchen, Trinken oder Spielen oder exzessive Sexualität sie ruiniert. Eine Zeitlang glauben sie, Erfolg zu haben. Sie geben das Rauchen auf, sie geben das Trinken auf, oder sie hören auf zu spielen oder leben enthaltsam - doch für wie lang? Eine Woche? Ein Monat? Drei Monate? - Sie fallen schließlich wieder zurück. "Ich wollte es wirklich, ich sollte, ich muss es aufgeben, aber - ich habe nicht die Willenskraft dazu!", so kommen sie dann zurück. Wenn wir Elementale bekämpfen, dann werden wir unterliegen.
Aber wir können sie aushungern, indem wir für uns entscheiden, an ihnen kein Interesse mehr zu haben.
Das Leben der Elementale ist somit nicht immerwährend. Sie können sich völlig in Luft auflösen - ohne jeden Rest - wenn Erwachen geschieht. Dann wird erkannt, dass all das keine Wirklichkeit hat. Doch auch, wenn noch kein Erwachen geschehen ist, gibt es Methoden, sich ihrer Wirkung zunächst einmal bewusster zu werden, und dann eine innere Umkehrung zu vollziehen.
Es besteht also die Möglichkeit, dass sie sich allmählich oder auch plötzlich auflösen - was immer auch ein Schritt in die Richtung des Erwachens, der inneren Bewusstwerdung, ist.
Die Übung der Innenschau, das Hineingehen und das Erforschen der von den Gedanken ausgelösten Emotionen, ist überaus notwendig. Natürlich brauchen wir als Unterstützung eine Richtlinie, eine Art Checkliste. "Was habe ich gesagt, was ich besser nicht gesagt hätte? Wo habe ich etwas nicht gesagt, was ich eigentlich hätte sagen sollen? Was habe ich getan, was ich besser unterlassen hätte? Und was habe ich versäumt, was ich eigentlich hätte tun sollen?" -
Ein Beispiel: Ich höre gerade Beleidigungen und kränkende Worte. Natürlich begebe ich mich ebenfalls auf diese Stufe, und beginne zu beleidigen und harte Worte auszusprechen. Sollte ich das auf diese Weise sagen? War es notwendig, so zu reagieren, nur um Kontra zu geben? Jetzt beschließe ich, dass ich so nicht hätte reagieren sollen. Der Egoismus, der nicht identisch ist mit mir, wird sich jetzt regen. "Ja, aber er hat Dir solche Gemeinheiten gesagt, warum solltest Du nicht genauso antworten?"
Das ist der Moment, ihn zu enttarnen.
"Jetzt hab ich Dich, jetzt hast Du Dich verraten. Du bist nicht ich!" Doch natürlich hätte es auch schlimmer kommen können, nämlich, dass Dich der Bursche stößt und nicht nur beleidigt und kränkt, aber wenn er gar tritt oder schlägt...
Nur angenommen: "Wenn Dich jemand auf die eine Wange schlägt, dann biete ihm auch noch die andere an, um die Dinge zu beruhigen!" Angenommen, jemand würde Dich beleidigen, kränken oder sogar angreifen, ist es dann notwendig, das gleiche zu tun? Was wäre das Ergebnis? - Du solltest es also nicht tun! Doch wiederum tritt der Egoismus zu Tage: "Jetzt hat Dich der doch glatt getreten. Er hat Dich doch geschlagen. Warum solltest Du ihm nicht eine geben?" - Und dann fängst Du ihn. "Nein! Nicht Du bestimmst! Ich bestimme. Ich kenne Deine Natur".
Oder angenommen, Du bist zu Hause oder im Büro, und Du hörst Kinder schreien oder weinen. Du bist aufgebracht, und es geht Dir entsetzlich auf die Nerven. Du könntest sagen, es wäre menschlich, seine Beherrschung zu verlieren. Und dann schreist Du vielleicht auch oder verteilst Schläge. Was hast Du getan, was Du nicht solltest? Du hast geschlagen. Was solltest Du tun, was Du nicht getan hast? Du solltest ruhig sein, still, und Dein Kind an Dich drücken, es umarmen, küssen, und fragen: "Was ist denn los?"
So, das zeigt, wie wertvoll diese Formel sein kann. Wir können sofort beginnen, die Innenschau zu üben. Und wir werden großen Gewinn daraus ziehen. Auf diese Weise können wir unser wahres Selbst von dem trennen, was wir früher für unser Selbst gehalten haben, was jedoch nicht mehr ist als das Verhalten unseres Persönlichkeitsegoismus.
Wenn wir also zu einer Lösung kommen wollen, müssen wir uns von unseren Anhaftungen lösen. Insoweit ist das Verbot von Killerspielen also nur ein erster Schritt, da es vermeintlich das Herankommen und den Umgang mit solchen Spielen erschwert. Grundsätzlich aber müssen wir uns den zugrundeliegenden Themen stellen. Und das heißt, anderes Wissen zulassen können.